Warum Mechanik zuerst kommt
Die Polizei und die Initiative K-Einbruch sagen dasselbe seit Jahren: Ein großer Teil der Einbruchsversuche scheitert am Widerstand. Wer an einem Fenster länger als ein paar Minuten hebeln muss, bricht ab. Alarmanlagen und Kameras melden — aufhalten tut die Mechanik.
Deshalb beginnt sinnvolle Nachrüstung an den Schwachstellen, die tatsächlich genutzt werden: ebenerdige Fenster, Terrassen- und Balkontüren, Kellerfenster und die Haustür.
Was nachgerüstet wird
An Fenstern und Fenstertüren sind das vor allem Pilzkopfverriegelungen, abschließbare Fenstergriffe und Zusatzsicherungen an der Bandseite. An Haustüren kommen Querriegelschlösser, Bandseitensicherungen, Schutzbeschläge und ein Sicherheitszylinder mit Zieh- und Bohrschutz in Frage. Welche Kombination passt, hängt vom Bauteil ab — ein Kunststofffenster von 1995 braucht etwas anderes als eine Altbau-Holztür.
Eine kostenlose, herstellerneutrale Beratung bieten die polizeilichen Beratungsstellen an. Das ist ein guter erster Schritt, bevor ein Betrieb kalkuliert.
Förderung über die KfW
Maßnahmen zum Einbruchschutz sind über das KfW-Programm 159 „Altersgerecht Umbauen" förderfähig — als Kredit von bis zu 50.000 Euro je Wohneinheit. Förderfähig sind unter anderem Fensterstangenschlösser, Pilzkopfverriegelungen, einbruchhemmende Türen und Sicherheitsglas. Wichtig: Der Antrag muss vor Beginn der Arbeiten gestellt werden. Details stehen bei der KfW selbst; wir geben hier nur den Hinweis, keine Förderberatung.
Belastbare Stückpreise für einzelne Nachrüstteile nennen wir bewusst nicht — dafür gibt es keine unabhängige Quelle, die den Aufwand an Ihrem konkreten Bauteil abbildet. Der Partnerbetrieb kalkuliert vor Ort und nennt den Preis vor Arbeitsbeginn.